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L4 Vortrag zur Woche des Sehens - KI für Blinde

Live-Vortrag zur Woche des Sehens in Plauen: Was KI-Brille, Apple-KI, ChatGPT, Gemini und Grok Blinden wirklich bringen und wo du nachprüfen musst.

09.10.2026 31 min

L4 Vortrag Woche des Sehens zu künstlicher Intelligenz
KI für Blinde und Sehbehinderte live erklärt: KI-Brille, iPhone mit Apple-KI, ChatGPT, Gemini, Grok Audio-Modus im Praxistest, mit Zugauskunft Plauen–Hof und einem klaren Wort zu Verantwortung und Barrierefreiheit.
Diesmal hörst du keine normale Podcastfolge, sondern meinen Live-Vortrag zur Woche des Sehens im Quartier 30 in Plauen. Ich zeige dir aus Sicht eines Blinden, was künstliche Intelligenz heute im Alltag leistet und wo sie danebenliegt. Am Anfang steht die Debatte um KI-Brillen. Mit solchen Brillen werden Menschen fotografiert und gefilmt, ohne es zu wissen, und die Aufnahmen landen im Netz. In Norwegen plant man deshalb gesetzliche Schritte, um KI-Brillen aus Teilen des öffentlichen Raums zu verbannen. Ich halte das für die falsche Richtung. Schützen müssen wir den öffentlichen Raum vor Menschen, die damit Straftaten begehen, nicht vor der Brille. Wer die Technik bedient, trägt die Verantwortung.
Danach geht es in die Praxis. Meine Meta-Brille liest ein Banner vor, das ich selbst nicht lesen kann. Die Apple-KI auf meinem iPhone 17e soll Daten auf dem Gerät verarbeiten. Bei der Bildbeschreibung braucht sie live aber ewig für die Datenverbindung, und das zeigt, warum man beim Datenschutz genau hinschauen sollte. ChatGPT erzählt mir einiges über das Quartier 30 und schreibt selbst dazu: „Überprüfe die wichtigen Informationen auf Fehler.“ Das Publikum bestätigt die Angabe zum barrierefreien Zugang aus eigener Erfahrung, nachprüfen muss man so etwas aber trotzdem. Ich ordne außerdem ein, warum KI-Suche für uns Blinde viel verändert. Unzugängliche Webseiten und Online-Shops waren beim Googeln immer ein Hindernis. Wer seine Webseite heute barrierefrei baut, ist auch für die KI gut aufgestellt.
Höhepunkt ist Grok im Audio-Modus. Bei der Kamera muss er im Audio-Modus passen, bei der Zugauskunft von Plauen nach Hof liefert er dagegen Abfahrt, Gleis und Zugnummer. Den früheren Zug um 16:59 Uhr übersieht er allerdings zuerst. Meine Botschaft lautet deshalb: Wir Menschen behalten die Führung, und wir dürfen uns niemals blind auf eine KI verlassen. Die Aufzeichnung erscheint auf unserem YouTube-Kanal @Schulze-IT.
Was du in dieser Folge mitnimmst:
·       Warum bei KI-Brillen der Mensch die Verantwortung trägt und warum ein Verbot wie in der Norwegen-Debatte am Problem vorbeigeht
·       Wie dir eine KI-Brille oder das iPhone Schilder, Banner und Aushänge an geschlossenen Türen vorliest
·       Warum „auf dem Gerät verarbeitet“ kein Freibrief ist und Kundendaten nur auf eigene Rechner gehören
·       Wie du mit ChatGPT, Gemini und Grok Informationen findest, auch wenn Webseiten nicht barrierefrei sind
·       Wie eine Zugauskunft per Sprache im Grok-Audio-Modus abläuft und wo du trotzdem nachfragen musst
·       Warum Hinderniserkennung per App niemals Langstock und Mobilitätstraining ersetzt

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